Bordkasse beim Törn: Kosten fair aufteilen
Was gehört in die Bordkasse?
Die Bordkasse deckt die gemeinsamen, laufenden Kosten des Törns — klassisch sind das:
- Diesel und Benzin für den Außenborder
- Hafengelder, Bojen- und Ankergebühren
- Verpflegung und Getränke an Bord
- Gas, Wasser, ggf. Endreinigung und Transitkosten (Kanalgebühren, Vignetten, Kurtaxe)
Nicht in die Bordkasse gehören individuelle Ausgaben: Restaurantbesuche, Souvenirs, persönliche Anreise. Auch die Chartergebühr selbst wird üblicherweise separat und vorab geteilt.
Zahlt der Skipper mit?
Dafür gibt es keine feste Regel — nur die Pflicht, es vor dem Törn zu klären. Verbreitete Modelle:
- Alle zahlen gleich, Skipper eingeschlossen — üblich unter Freunden.
- Skipper ist von der Bordkasse befreit — verbreitet, wenn er Organisation, Verantwortung und oft auch Vorkosten trägt, und Standard bei vielen Mitsegel- und Ausbildungstörns.
Wichtig ist Transparenz: Wer bei einem Mitsegel-Angebot mitfährt, sollte die Kostenregelung schon in der Ausschreibung finden — in der Crewbörse ist die Kostenbeteiligung deshalb ein eigenes Feld.
Wie viel Budget einplanen?
Als grobe Orientierung für Charter-Törns: je nach Revier und Hafenpreisen etwa 100–200 Euro pro Person und Woche für Verpflegung an Bord, Diesel und Hafengelder — Marinas in Hochpreisrevieren (z. B. Kroatien im August) können den Rahmen deutlich nach oben schieben, viel Ankern senkt ihn spürbar. Aktuelle Liegeplatzpreise anderer Crews findest du als Preisberichte auf den Hafen-Seiten der Community.
So bleibt die Abrechnung friedlich
Die klassische Barkasse im Marmeladenglas funktioniert — bis zur ersten Kartenzahlung. Praktikabler ist heute: Ein Kassenwart, alle Ausgaben sofort notiert, Belege fotografiert, am Ende einmal sauber ausgeglichen.
Genau dafür gibt es die Bordkasse in nautilog: Ausgaben mit Beleg-Foto erfassen, automatisch fair auf die Crew umlegen, offene Salden auf einen Blick — und das Reisebudget lässt sich schon bei der Törnplanung vorab kalkulieren.
Häufige Fragen
Was gehört nicht in die Bordkasse?
Individuelle Ausgaben wie Restaurantbesuche, Souvenirs oder die persönliche Anreise. Auch die Chartergebühr wird üblicherweise separat geteilt — die Bordkasse deckt nur die gemeinsamen laufenden Törnkosten.
Muss der Skipper in die Bordkasse einzahlen?
Es gibt beide Modelle: gleicher Anteil für alle oder ein befreiter Skipper als Ausgleich für Organisation und Verantwortung. Entscheidend ist, die Regelung vor dem Törn eindeutig zu vereinbaren.
Wie hoch ist die Bordkasse pro Woche?
Grober Richtwert: 100 bis 200 Euro pro Person und Woche für Verpflegung an Bord, Diesel und Hafengelder — abhängig vom Revier, den Marina-Preisen und wie oft geankert wird.